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Aktuelle Ausgabe vom 25.11.2002:
Vocals richtig aufnehmen und Mischen...
Diesmal habe ich mich bewusst dem Thema ã Vocalrecordingä gewidmet.
Oft werde ich gefragt ãDu Busy, warum klingen meine Aufnahmen immer so als ob der Rapper ne Wolldecke zwischen den Zähnen hält?ä oder ä Ich habe einen Rapper, aber wenn der den Chorus rappen soll, dann fehlen mir drei oder zwölf Stimmen damit er anders klingt, als die Strophe ?ä.
Tja, das sind nur zwei Fragen, von vielen, deswegen werde ich jetzt mal versuchen einen Tag im Studio nachzustellen, so mit allem drum und dran·.
Bevor der Rapper ins Studio kommt fängt meine eigentliche Recordingsession damit an, das ich die Raumtemperatur auf ca. 17 bis 19,25&dec;C einstelle, damit Der nicht mit den ersten Worten kommt ãOh, das ist mir Heute aber zu warm in der Kabine, ich kann mir den Text nicht merkenä und ich ihn dann am liebsten in der kleinen Kammer einschließen und den Schlüssel in´s Klo werfe möchte·.
Nein, so geht´s natürlich nicht immer im Studio ab·.
Also als erstes möchte ich Euch die Notwendigkeit einer vernünftigen Microfonanlage ans Herz legen.
Ich benutze als Hauptmikro, Neumann U87 und einen Preamp VT 737 SP von Avalon, dazu kommen sehr hochwertige Kabel der Firma Monster. Der Name ist zwar Kacke, aber der Sound ist genauso groß wie ne riesen Echse.
Kabel sind sehr wichtig, denn bei langen Kabelstrecken (von Aufnahmekabine zur Regie ), können schon mal 10 Meter von der Rolle rutschen, und somit sind Verluste in Form von Frequenzen vorprogrammiert und das Signal klingt somit ohne Druck und Brillianzen.
Das Mic steht in einem geschlossenem Raum mit z.B. ca. 4qm, in so einem kleinen Raum ist es sehr wichtig eine gute Akustik zu haben, zum einen soll er trocken sein, d.h. keine Flatterechos und zum anderen darf er nicht mitschwingen mit der Resonanz der Stimme.
Die Flatterechos bekommt Ihr sehr gut mit Akustiknoppenschaum in den Griff, die bringt Ihr einfach auf die Wände, sowie unter die Decke, an.Ihr solltet nicht die ganzen Wände damit verkleiden, denn sonst wird der Raum absolut Schalltot und das wirkt sich auf die Psyche des darin aufzunehmenden Künstler aus, das merkt Ihr ganz schnell daran, das er sich nach kurzer Zeit die Pulsadern o.ä. öffnet·. ;-)
Ups, der Raum klingt gut, aber die Aufnahme klingt als wenn der dicke Bauch vom Künstler mitrappt·.Dann habt Ihr nun die undankbare Aufgabe die Raumresonanz zu entfernen. Die ist sehr schädlich für eine Rap oder Gesangsaufnahme, das merkt Ihr daran das die Stimme sehr Bauchbetont klingt und dadurch die Verständlichkeit extrem leidet.
Auch dem kann man Abhilfe schaffen, indem Ihr das aufgenommene Material mit einem Analyzer checkt, und gleichzeitig mit einem Notch EQ, mit sehr schmaler Bandbreite, den unteren Mittenbereich abfahrt. Ihr werdet sehr schnell feststellen, das der Frequenzbereich der da aufeinmal extrem anfängt zu ãröhrenä, bei ca. 130 ö 190 Hz liegt.
Dieses Akustikphänomen kann man mit sogenannten Tieffrequenzkillern eliminieren, die man in den Ecken des Raumes positioniert. Sie absorbieren die oben genannten Frequenzen dann und Ihr habt eine sauber entstörte Aufnahme.
Allerdings solltet Ihr euch für die Einmessung des Raumes etwas Zeit mitbringen, ich habe für meinen Raum ca. 1 Woche und zehn Rapper gebraucht um herauszufinden wie er gut klingt.
·.soviel zu dem Raum, zurück zur Recordingsession:
So, nun habt Ihr den Raum, das Mic und den Preamp, dieser ist der sogenannte Stromerzeuger für das Kondensator Mic, der es mit einer Versorgungsspannung von 48 V speisst. Die 48 V ist die Betriebsspannung und ist sehr wichtig dafür, wie das Mic nachher klingt. Ist wie bei einem Benzinauto, das mit Diesel ziemlich beschissen oder meist gar nicht fährt·denn nicht jeder Preamp liefert auch guten Strom der Sauber ist. Deswegen sollte man einem guten Mic ( wie in diesem Falle das U87 ) auch einen guten Preamp gönnen.
Ich mache das mit einem Avalon VT 737sp, ein spitzen Teil, aber auch mit einem spitzen Preis·.Dieser besitzt 4 Röhrenstufen, eine für die 48V, eine für die Vorstufe, eine für den Kompressor und eine für die Endstufe.
Manche Produktionen (z.B. Michael Jackson), werden sogar mit der Kombination Shure SM58 / Neve Preamp / Urei Kompressor gefahren·
Ihr seht, es muß nicht immer ein Superduperteuer Micro sein.
Die Aufnahme des Rap auf ein Hardisksystem:
Ich versuch dieses nun anhand der Kombination aus den o.a. Komponenten in Verbindung mit einem Logic Audio / Digidesign Digi 001 zu erklären, welches ich in meinem Studio einsetze.
Dazu kommt noch ein Analog / Digitalwandler der mir das Signal aus dem Avalon in echte 24Bit wandelt und es von 96Khz auf 44,1Khz konvertiert, ebenfalls schalte ich in dem Wandler den Softlimiter ein, so das laute Signalpeaks den digitalen 0 dB Level nicht überschreiten können,welches die Aufnahme sonst digital übersteuern würde äWerde ich in einem nächsten Bericht erläuternä.
Die Aufnahmekette sieht jetzt wie folgt aus:
Rap>Mic>Preamp/Kompressor/EQ>Wandler>SPDIFAudiointerface>Computer Festplatte.
Wenn der Rapper Erfahrung mit dem Mic besitzt, dann wird er wissen, das je mehr er vor dem Mic rumzappelt, die Aufnahme in der Lautstärke schwankt. Wenn er es nach tausendfacher Ermahnung vom Engineer immer noch macht, dann taugt er wahrscheinlich nicht als Studiorapper und Ihr müßt Ihm ein BühnenMikro in die Hand drücken, was er sich dann die ganze Zeit auf die Lippen drückt und er sich eine Woche lang das Gitter von der Kapsel vorm Spiegel angucken darf, und dazu vielleicht noch ein paar Lippenbläschen· vielleicht lernt er daraus und zappelt dann nicht mehr so stark.
Lautstärkesprünge, bei zu starker Aussprache bekommt Ihr mit dem Kompressor hin. Dieser arbeitet wie ein Lautstärkeregler und regelt den Pegel automatisch bei zu hoch reinkommender Lautstärke zurück, so das Ihr ein gleichlautbleibendes Signal bekommt.
In Fachbüchern wird oft mit Empfehlungen umhergeschmissen, das es nur so kracht, alles absoluter Blödsinn, denn jeder Kompressor arbeitet da anders.
Im Fachbuch steht zum Beispiel folgende Kompressor Einstellung: Die Kompressionsrate (Ratio) steht auf 4:1, bei einem Treshold von ö14dB, dann heißt dieses übersetzt: Das einkommende Signal, sobald es diesen Wert überschreitet, vom Kompressor um 4 dB abgesengt wird.
Ist ja soweit auch richtig, nur wie schon gesagt arbeitet da jeder Kompressor anders. Denn z.B. ein ãRöhrenkompressorä hat ein anderes Regelverhalten als ein ãOptokompressorä und somit sind die Werteangaben nicht unbedingt gleichzusetzen.
Die Kunst des Aufnehmen mit einem Kompressor besteht nämlich darin, es so natürlich klingen zu lassen wie möglich, denn zu hart Komprimiertes klingt einfach zu Leblos und platt.
Ich arbeite z.B. bei Laut ausgesprochenen Wörtern mit dem Wave Editor und regel ãexplosive Lauteä einfach selbst im Pegel runter und achte darauf, das es zu dem vorrangegangenem Sound von der Ästhetik her passt.
Ganz wichtig, ãSä Laute können einem die Aufnahme schnell versauen und zur Sprachunverständlichkeit führen. Dafür gibt es spezielle Deesser die nur darauf aufgebaut sind, das eingehende Signal auf S-Laute zu checken und sie durch Regelung des Pegels auf eine erträgliche Lautstärke zu reduzieren, eine Art Kompressor für S.
Auch das ãSã könnt Ihr mit dem Wave Editor bearbeiten, ist eine Schweinearbeit, ist aber trotzdem sehr Effektiv und die Brillianzen im Höhenbild bleiben erhalten, denn ein zu stark eingestellter Deesser kann einem Rapper auch manchmal ganz gut lispeln lassen.
Deessen solltet Ihr auch erst nach der Aufnahme, denn dann könnt Ihr euch sehr viel Zeit nehmen für die Vocalbearbeitung.
Das gleiche gilt für die Komprimierung des Vocalsounds, bitte bei der Aufnahme immer nur ganz wenig komprimieren.
Das Instrumental ist fertig gemischt, und jetzt kommt die Aufnahme:
Bevor Ihr aufnehmt, solltet Ihr den richtigen Aufnahmepegel checken, in dem Ihr zwei Testdurchläufe mit dem Rapper macht, danach kanns losgehen.
Der Song besteht aus drei x16 Takte Strophe und drei x 8 Takte Chorus.
Als erstes nehmt Ihr z.B. die Strophen auf, achtet beim Rap darauf, das das, was der Rapper erzählt, von Ihm auch Ehrlich rüberkommt.
Ok, die Strophen sind fertig, aber wie macht man den Rap kräftiger?
Das geschieht mit den s.g. Overdubs, sprich der Rapper doppelt sich an bestimmten oder an wichtigen Textstellen selbst, dadurch kann man dem Rap mehr Ausdruck verleihen.
Am besten Ihr nehmt gleich 3-4 Spuren Doppler auf, ihr habt dann nachher genug Zeit euch die besten Stellen rauszusuchen und zu schneiden. Sehr interessant klingt es auch wenn Ihr zwei perfekt sitzende Dopplerspuren im Stereopanorama regelt (LR), das gibt einen schönen Raumeffekt. Gut zu hören auf den Platten von Missy oder Busta Rhymes.
Wenn Doppler mal nicht tight eingerappt sind, dann schneidet und schiebt sie euch einfach auf dem Arrangement solange an die richtige Stelle, bis es passt.
Dasselbe gilt auch für den Chorus, das Aufnahmeprinzip ist dasselbe, nur solltet Ihr euch mit dem Rapper überlegen wie Ihr es Raptechnisch von der Strophe abhebt. Das ist eine reine Erfahrungssache, aber hört Euch auch mal amtliche Amerikanische Produktionen an, was die da teilweise an Stimmen in den Chorussen unterbringen ist Gigantisch.
Leider wird hierzulande immer noch zu wenig mit der Rap Stimme gearbeitet. Ruhig mal an Amiproduktionen orientieren.
Ich persönlich bin ein riesiger Missy Fan, wenn´s um die Vocalproduktion geht, Oh man· in dem Sound hört man immer wieder was Neues ·
Es klingt einfach alles sehr frisch und man hat das Gefühl äHeyä die hat sich richtig den Arsch aufgerissen um mich mit Ihrer Platte nicht nur mit Lyric´s zu begeisternä. Wo ich sagen muß, ich höre eigentlich immer erst auf den Klang der Stimme und dann auf den Inhalt. Und wenn jemand eine geile Stimme hat, dann werde ich auch hinhören, was sie zu erzählen hat.
Und nicht zuletzt ist es dann die Aufgabe des Engineers, der Stimme noch das gewisse Etwas beizufügen, damit alles sehr Rund klingt.
Beispiel ãCurseä, der hat eine unfassbar klingende Stimme, aber auch daran ist nicht alles perfekt, denn normal Aufgenommen klingt sie meist zu mächtig, für die meisten Instrumentale, so das ich als Engineer sehr oft damit zu kämpfen habe, das sie sich ganz normal in den Sound des Instrumentals einfügt ohne dabei kaputtgemischt zu werden.
Aber bleiben wir doch erst mal bei einer ãnormalenä Rapaufnahme, denn auch ein Curse hat Jahre damit verbracht seine Stimme zu trainieren und ich damit, bei jeder neuen Produktion, mir einen speziellen Vocalsound für Ihn einfallen zu lassen.
Ok, Alles ist jetzt aufgenommen, passend geschnitten, gerückt und ein geiles Vocalarrangement steht auch, doch irgendwie klingt alles gleich und fügt sich nicht gut in meinen vorher gemischten Instrumentaltrack ein, Stimme viel zu laut und der klang ist auch irgendwie komisch·was jetzt, ist es doch nicht der richtige Rapper oder ist das Instrumental scheisse·???
Antwort: NÖ!!!
Ihr müsst jetzt damit beginnen, den Sound eurer Vocals, dem Sound des Instrumentals oder umgekehrt anzupassen.
Arbeitet Ihr mit den Aufnahmen im Sequenzer, dann loopt den Song, z.B. mit der ersten Rapstrophe 16 Takte und fangt an, die Stimme mit dem EQ und Kompressor, im Mixer, dem Instrumental anzupassen.
Ich fange immer mit dem EQ an, und schraube mit Ihm die Frequenzbereiche raus, die den Rap unverständlich klingen lassen (Resonanzen), dann nehme ich einen weiteren EQ und arbeite die Stärken der Stimmfrequenzen heraus. Ich erspare mir jetzt einfach mal, die genauen Frequenzbereiche hier aufzuschreiben, ist eh bei jedem Rapper bzw. Aufnahme individuell.
Zum Schluss senke ich den Bassbereich der Stimme etwas ab und füge Ihr noch etwas Höhen zu und plötzlich, siehe da, die Stimme liegt im Sound des Instrumentals·Hört zwischendurch auch immer mal wieder leise ab, denn dann werden Eure Ohren genauer hinhören, ob da irgendetwas im Mix nicht richtig klingt.
Bei der Kompression der Stimme solltet Ihr aufpassen, das Ihr sie nicht überkomprimiert, wenn sich einige Textstellen nicht laut genug im Mix durchsetzen, liegt das meist daran, das der Song an den Stellen leiser arrangiert werden sollte ( Drumbreaks oder Samples muten ) oder Ihr fahrt eine Lautstärkeautomation, wenn Ihr mit einem Programm wie dem Logic Audio arbeitet, dann nehmt Euch ruhig ein wenig Zeit mit dem Handbuch und pfeifft Euch alles zum Thema Automation rein, ein sehr wichtiges Tool, nicht nur für Vocals, Ihr könnt mit der Automation auch den gesamten Mix lebendiger machen.
Wenn Ihr einem ãAmiä Engineer aufs Pult schaut (z.b. auf ein SSL Board) dann seht Ihr, das da kein Schieberegler still steht, da bewegt sich alles. Und das machen die nicht um den Zuschauer zu beeindrucken!!!
Oder vielleicht doch???
OK...Die Strophe steht...
....doch was ist jetzt mit dem Chorus, der muss sich jetzt abheben von den retslichen Vocals.
Er muss den Song auf den nächsten Level heben und mitreissen.
Nehmen wir man an, wir haben einen 4 Takte Chorus der sich zweimal wiederholt, macht gesamt 8 Takte Chorus. Er besteht aus einer Main Stimmspur, sowie aus zwei Overdubs und zwei Atmospuren (hey´s,aha´s,sch´sss).
Mischt die Main Stimme so wie die Main Rapstimme, die Overdubs extrem Mittig Eq´d, sowie extrem L-R, nehmt viel Bass aus der Atmo und mischt sie ganz nach hinten, leicht L-R.
Achtung, lasst euch nicht von der Lautheit des Chorusses lumpen, das kommt jetzt deswegen weil Ihr ein starken Stereoeffekt durch das LR Panning habt.
Ein kleiner Tip, wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann solltet Ihr den Song jetzt auch mal in Mono abhören und während Ihr hört, werdet Ihr checken ob der Chorus gegenüber der Strophe zu Laut ist, wenn ja dann reduziert die Gesamtlautstärke des Chorus, so das Ihr einen nahtlosen Übergang hört, schaltet Ihr jetzt wieder auf Stereo, dann wirkt er jetzt zwar wieder Lauter, aber das ist schon OK.
Ihr solltet mal auf eurem Radiowecker darauf achten, vorrausgesetzt der hat nur einen Lautsprecher (Mono), wenn Ihr darauf z.B. Irgendwelche Dance (Trance) Songs im Radio hört, fällt auf, das diese BumBumköppe, keinen Plan vom mischen haben, immer wenn der Chorus kommt, bricht der Song ein, die haben beim Mischen wohl die Monokompatibilität vergessen, wahrscheinlich weil dem Produzent der Chorus im Mix zu laut vorkam und Ihn einfach leise gemischt hat·.In Stereo ist er zwar zu hören, aber auf dem kleinen Monolautsprecher verschwindet Chorus im Mix, der fehlt einfach, soviel zum Thema Mono abhören.
So, Strophen sind fertig, der Chorus breit und phatt, aber wie um Himmelswillen wird das Instrumental gemischt???
·.Und Dazu komme ich demnächst, obwohl man eigentlich immer erst das Instrumental mixen sollte und erst dann die Vocals.
Viel Spass beim ausprobieren
Euer
Busy
Erste Ausgabe18.11.2002:
Alles wird besser, oder?·von Computern und Programmen im Studioalltag·.
Hi Leute,
Viel hat sich verändert im Studio, seit ich angefangen habe, von nur Analog, auf nur Analog und Digatalebene zu arbeiten. Insgesamt laufen im Studio mittlerweile vier Computer ( ein PC, zwei Mac und einer für´s Pult ), nicht nur das das alles sehr viel Krach macht, es verwirrt mich auch manchmal sehr, ein geiles Programm auf Mac, eins auf PC und eins was ich unbedingt noch brauche, welches aber den Kostenrahmen meines Studiobudgets sprengen würde·.Pech oder Glück gehabt? Naja, im Grunde genommen bin ich sehr froh das ich ein sehr stabiles und gut miteinander funktionierendes, kompatibeles System fahre, von dem so manch ein Studioengineer träumt.
Nach wie vor bin ich, was Vocalrecordings anbelangt, ein sehr großer Fan des Mackie Soundscape Systems, angeschlossen an den Pentium PC liefert mir Dieser eigentlich nur die Grafik von Soundscape auf den Monitor, der Rest wird von den Soundscape internen Festplatten und DSP´s geregelt, leider liefert mir das System ein vollen Spurenumfang von nur 12 Track´s, aber ist, was die MMC Einbindung mit dem Mackie D8B betrifft, im Vergleich zu Logic auf dem Mac, unschlagbar. Da ich gerne meine Recordings bequem am Pult erledige, kann ich sämtliche Funktionen vom Soundscape, mit dem Mackie fernbedienen, welches in puncto Performance mit dem Artist am Mic, ein erheblicher Vorteil ist. Ich kann z.B. die aufzunehmende Spur am Pult scharf schalten während ich mich über´s talkback Mikro noch mit dem Artist streite ob der letzte Take cool war oder ob wir auf einer nächsten Spur einen safety Take aufnehmen und das ohne lässtiges hin und her fahren mit dem 30 Kilo schwerem Stuhl auf dem ich sitze. Diese MMC (MidiMachineControl) Funktion, geht in dieser Form nur mit Soundscape und nicht mit Logic Audio oder Ähnliches.
Doch irgendwann komme ich bei jeder Produktion an die spurlichen Grenzen von Soundscape und so überspiele ich einige Spuren digital über das Pult per Adatlink auf das Logicsystem auf Mac, denn im Logic besitze ich über 64 Spuren die ich bequem in Submixe aufteilen kann und die dann über 8 Stereokanäle auf das Pult lege, zum einfügen in den Instrumental Mix. Das passiert bei HipHop Music allerdings sehr selten, kommt aber bei Gesangsproduktionen schon mal vor, weil ich da meißt mit über 48 Spuren Gesang konfrontiert werde. Der Vorteil, Logic gegenüber Soundscape ist, das es vollgepackt ist mit sehr gut klingenden Plug ins und ich jedesmal aufs Neue feststelle, das Ich die meisten von Ihnen auch sehr häufig im Mixdown benutze. Wenn ich mir vorstelle was Studio´s vor zehn Jahren an Unsummen von Kohle dafür ausgegeben haben um das alles in Ihre Racks zu schrauben·.Die meißten von denen haben ja auch mittlerweile Dicht.
Die Testphase von Logic 5.3. auf dem StudioMac habe ich grade abgeschlossen, ich habe vieles über die LogicBugs im Netz gelesen, kann aber nicht wirklich bestätigen was einige meiner Kollegen an Negatives festgestellt haben. Darüber hinaus muß ich aber auch gestehen, das es bestimmt über eine Million Funktionen im Logic gibt, die wahrscheinlich auch nie gebraucht werden, bis zu dem Punkt wo irgendein Engineer auf den Gedanken kommt, mit dem Programm sein Garagentor in der Hofeinfahrt fernzubedienen, damit der Künstler nicht zu Fuss durch den Wald ins Studio laufen muß, für sowas gibt es Haustechnik, und da kenne ich den ein oder anderen Elektromeister, der macht bestimmt auch einen guten Preis.
Übrigens habe ich mir ein "kleinesã G4 Powerbook zugelegt, das ich jetzt immer mit mir rumschlüre, ein kleines Wunder ist das Teil, sieht aus wie ein edeles Schneidebrettchen in der Küche meiner Freundin, so in silber mit nem kleinen Apfel auf oberen Klappe, der auch noch leuchtet wenn man den Computer einschaltet, toll. Dazu habe ich mir die günstige Logic Big Box mit einem EXS24 Installiert und mache seit dem sämtliche Beatz nur noch auf dem Ding. Kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen, der sich ernsthaft damit auseinandersetzt vom Sampling über Recording bis hin zum Finalen Mix, alles auf Rechnerbasis zu machen.Das einzige was dann noch fehlt, ist das wahrscheinliche ãteurste Plugin der Weltä (Der Superengineer), einfach auf den Masterbus routen und schon ist der 96 Spurenmix inkl. SterlingMasterSound aka Tom Coyne Emulator auf der Platte und wer möchte, der bekommt für ein kleines Euro Zehn noch den Videoeditor inkl. Videobunnyalgorithmen plus VIVA - Einwahlparameter Gratis dazu. Ganz ehrlich, lange wirds wohl nicht mehr dauern bis das kommt!!!
So, mal wieder Ernst· Der Powermac klingt sogar über den Kopfhörerausgang besser als so manches "pro Tool". Selbst die sogenannte Latenz tritt nicht auf, dieses verwirrende Etwas, wenn man `ne Taste auf dem Keyboard drückt, diese den Sound in dem EXS ansteuert und der Ton verzögert aus dem Speaker kommt. Wer auch in 24 Bit recorden will, der gönnt sich den Luxus und holt sich ein USB Audio Interface, habe ich mir auch zugelegt, z.B. das EMI 2/6 von Emagic. Mit einem guten Mic Preamp und natürlich auch sehr gutem Mic kann man sehr sehr gut klingende hochwertige Audioaufnahmen machen. Und wenn man bedenkt was heute ein kleines Homestudio kostet, mit Sampler, Mixer und Computer! Bevor Ihr euch mit dem Gedanken eines Homestudiokaufs befasst, solltet Ihr, auf die Applesite gehen und Euch über Preise informieren, doch Vorsicht Ihr bekommt Apple auch woanders günstiger.
Seit Kurzem habe ich das Mastering auf PC Basis eingestellt, hatte ich vorher mit dem Samplitude 2496 gemacht, aber ständig mit Latenz und Pufferunderun Probleme, ich nutze den PC jetzt nur noch als Analyzer mit der Pinguin Software und als Grafikunterstüzung für Soundscape. Gemastert wird nur noch mit Waveburner2.2.1. Ist wirklich ein klasse Program obwohl der Wave Editor ein wenig zu wünschen übrig lässt.
Auch Interessant ist, was sich so alles in Sachen CD Brennen getan hat, oh man, ich kann mich noch daran erinnern, das ich meine Demos 1995 zu einem Typen gebracht habe und der hat sie mir dann für einen Spottpreis von 50 DM inkl Mwst. Auf eine CD gebrannt hat. Ich mußte mich jedes mal über einen Kratzer ärgern, der mir dieses unfassbar teure Kunstwerk zu einem billigen Picasso degradiert hat· Ich habe mir vor einigen Wochen den neusten Yamaha Brenner zugelegt,sieht gut aus und ausserdem kann der mir jetzt auf den ungenutzten Teil einer CDR ein Hologram meines True Busyness Logo zaubern, ein klasse Teil ist das, endlich sehen meine CD´s auch aus wie eine Windows XP Installtions CD. Und ebenfalls unfassbar finde Ich auch, das meine Arbeit mitlerweile für null Geld in irgendwelchen InternetSharing Systemen Ihre Kreise ziehen, und die Kids in Ihren Statements, warum sie das machen ( eine CD kostet ja soviel Geld ),mir erzählen wollen, das Ihre Eltern kein Geld mehr für teure Platten haben·..Wie auch, wenn Ihr das Geld Eurer Eltern Stunden, bzw. Tagelang im Internet versurft um Euch mit nem 56K Modem Songs aus dem Internet zieht.
Peace,
Euer Busy
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